Dr. med. Rudolf Müller Dr. med. Andrea Spängler Dr. med. Sabine Born Dr. med. Aline Walter Fürther Freiheit 2a 90762 Fürth Tel. 0911  97 16 00 E-Mail an die Praxis
© Reha Fürth 2018

Sensomotorische Therapie-Einlagen

Der französische Neurologe Dr. René-Jaques Bourdiol entwickelte in den 1970er Jahren ein Einlagenkonzept, das durch Veränderung der Druckempfindung der Fußsohle Einfluss auf Haltung und Statik nimmt. Anlass für diese Pionierarbeit waren in ihrer Muskelbalance hochgradig beeinträchtigte Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Die Verbreitung und Weiterentwicklung dieses Therapiesohlen-Systems in Deutschland ist vor allem der Verdienst der Physiotherapeutin Lydia Aich (auf ihrer Website sind die wissenschaftlichen Grundlagen der Methode dargestellt und vertiefende Literatur aufgeführt). Prinzipiell lassen sich nahezu alle funktionellen Schmerzsyndrome im Bereich der Wirbelsäule und der unteren Gelenke damit therapieren oder wenigstens die Grundlage für eine erfolgreiche Physiotherapie schaffen. Basis der Zurichtung der Therapiesohle ist die funktionelle, manuelle Untersuchung, die Einbeziehung von Techniken der Osteopathie, ein dynamischer Fußabdruck bzw. Ganganalyse und der lotrechte Aufbau von Becken und Wirbelsäule. Die in unseren Therapie-Einlagen eingebrachten Stimulationselemente sind ausreichend flach, um die Sohlen in den meisten Schuhformen verwenden zu können und machen das System damit alltagstauglich. Die Einsatzmöglichkeiten sind überraschend vielfältig und praktisch immer dann gegeben, wenn Beschwerden aus einer Fehlstatik der Wirbelsäule und/oder eines muskulären Ungleichgewichtes der Haltemuskulatur entstehen. Die Liste der Symptome bzw. der Beschwerdebilder, die auf eine solche ursächliche Fehlstellung bzw. Dysbalance hindeuten, ist dementsprechend lang und enthält für den Laien einiges Unerwartetes: Wiederholter einseitiger tiefer Kreuzschmerz (Iliosakralgelenks-/ISG- Syndrom) Häufige Wirbelblockaden Beckenschiefstand Myofasziale Schmerzen, chronische Triggerpunkte der Beinmuskulatur Atlasblockade (Funktionsstörung des ersten Halswirbels) mit Nackenkopfschmerz, Schwindel, Tinnitus Kniescheiben-bedingte Knieschmerzen – auch im Wachstumsalter Häufung gleichartiger Muskelverletzungen beim Sportler Schienbeinkanten-Schmerzen Achillessehnen- oder Fersenschmerzen Fersen- und Fußsohlenschmerz, der sogenannte Fersensporn Die gezielte Veränderung der Fußsohlenwahrnehmung mittels der Stimulationselemente täuscht - einfach formuliert - andere Standverhältnisse vor und löst Anpassungs- und Regulationsvorgänge in der Haltemuskulatur aus. Damit sich die Änderung der Haltungsorganisation und der muskulären Balance im gewünschten Sinne vollzieht, erfolgt deren individuelle Positionierung unter visueller und technischer Kontrolle der Becken- und Wirbelsäulenstatik. Die praktische Ausführung in der Arztpraxis beginnt mit der Abnahme eines klassischen Fußabdruckes, erweitert um die dynamische Abdruck-Analyse mittels elektronischer Druckmessplatte (Dynamische Podometrie). Zusätzlich werden vertikale und horizontale Lotlinien (Laserlicht) auf den Rücken projiziert, um die Statik bis hin zum Hinterhaupt auszurichten. Schmerzort und Schmerzursache liegen oft weit auseinander Die Zusammenarbeit und die Erfahrung von Facharzt und Orthopädieschuhtechniker bei Anpassung und Anfertigung gewähren erst den erwünschten, optimalen Therapieeffekt. Durch das tägliche Verwenden der Therapie-Einlagen vollzieht sich ein nachhaltiger Anpassungsvorgang in der Haltemuskulatur, es stellt sich quasi ein Trainingseffekt ein. Sensomotorische Einlagen sind ein aktives, dynamisches Therapieverfahren. Deshalb ist es sehr wichtig, die Position und Höhe der Stimulationselemente, teils mehrfach, an die erreichte muskuläre Situation/Balance und die Veränderungen der Statik anzupassen. Wir sehen obligat zwei Kontrolluntersuchungen und ggf. eine Modifikationen der Einlagen nach 6 und 12 Wochen Tragezeit vor. Bei Kindern verkürzen sich diese Zeiträume. In vielen Fällen ist die gewünschte Anpassung der Muskulatur nachhaltig, der Körper hat zu einer neuen und physiologischen Haltung gefunden, und der Patient damit eine dauerhafte Schmerzfreiheit erreicht. Die Therapie mit Aktiveinlagen kann in der Regel nach 9 bis 18 Monaten beendet werden. Nicht behebbare Strukturstörungen wie z.B. Lähmungen, Beinlängendifferenz oder schwere Arthrosen können auch eine dauerhafte Unterstützung mit Sensomotorischen Einlagen sinnvoll machen. Literatur: In Wikipedia sind die Grundlagen der Methodik und der Wirksamkeit dargestellt Eine umfassende Literatur-Übersicht leistet Hans Garten in seiner Publikation "Praxis der Anwendung Propriozeptiver Einlegesohlen" in: Medical Journal for Applied Kinesiology, April 2012 Website Einlagen Info Website Orthoteam - Merkblatt
Gemeinschaftspraxis für Physikalische und Rehabilitative Medizin
© Reha Fürth 2018

Sensomotorische Therapie-

Einlagen

Der französische Neurologe Dr. René-Jaques Bourdiol entwickelte in den 1970er Jahren ein Einlagenkonzept, das durch Veränderung der Druckempfindung der Fußsohle Einfluss auf Haltung und Statik nimmt. Anlass für diese Pionierarbeit waren in ihrer Muskelbalance hochgradig beeinträchtigte Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Die Verbreitung und Weiterentwicklung dieses Therapiesohlen-Systems in Deutschland ist vor allem der Verdienst der Physiotherapeutin Lydia Aich (auf ihrer Website sind die wissenschaftlichen Grundlagen der Methode dargestellt und vertiefende Literatur aufgeführt). Prinzipiell lassen sich nahezu alle funktionellen Schmerzsyndrome im Bereich der Wirbelsäule und der unteren Gelenke damit therapieren oder wenigstens die Grundlage für eine erfolgreiche Physiotherapie schaffen. Basis der Zurichtung der Therapiesohle ist die funktionelle, manuelle Untersuchung, die Einbeziehung von Techniken der Osteopathie, ein dynamischer Fußabdruck bzw. Ganganalyse und der lotrechte Aufbau von Becken und Wirbelsäule. Die in unseren Therapie-Einlagen eingebrachten Stimulationselemente sind ausreichend flach, um die Sohlen in den meisten Schuhformen verwenden zu können und machen das System damit alltagstauglich. Die Einsatzmöglichkeiten sind überraschend vielfältig und praktisch immer dann gegeben, wenn Beschwerden aus einer Fehlstatik der Wirbelsäule und/oder eines muskulären Ungleichgewichtes der Haltemuskulatur entstehen. Die Liste der Symptome bzw. der Beschwerdebilder, die auf eine solche ursächliche Fehlstellung bzw. Dysbalance hindeuten, ist dementsprechend lang und enthält für den Laien einiges Unerwartetes: Wiederholter einseitiger tiefer Kreuzschmerz (Iliosakralgelenks-/ISG-Syndrom) Häufige Wirbelblockaden Beckenschiefstand Myofasziale Schmerzen, chronische Triggerpunkte der Beinmuskulatur Atlasblockade (Funktionsstörung des ersten Halswirbels) mit Nackenkopfschmerz, Schwindel, Tinnitus Kniescheiben-bedingte Knieschmerzen – auch im Wachstumsalter Häufung gleichartiger Muskelverletzungen beim Sportler Schienbeinkanten-Schmerzen Achillessehnen- oder Fersenschmerzen Fersen- und Fußsohlenschmerz, der sogenannte Fersensporn Die gezielte Veränderung der Fußsohlenwahrnehmung mittels der Stimulationselemente täuscht - einfach formuliert - andere Standverhältnisse vor und löst Anpassungs- und Regulationsvorgänge in der Haltemuskulatur aus. Damit sich die Änderung der Haltungsorganisation und der muskulären Balance im gewünschten Sinne vollzieht, erfolgt deren individuelle Positionierung unter visueller und technischer Kontrolle der Becken- und Wirbelsäulenstatik. Die praktische Ausführung in der Arztpraxis beginnt mit der Abnahme eines klassischen Fußabdruckes, erweitert um die dynamische Abdruck-Analyse mittels elektronischer Druckmessplatte (Dynamische Podometrie). Zusätzlich werden vertikale und horizontale Lotlinien (Laserlicht) auf den Rücken projiziert, um die Statik bis hin zum Hinterhaupt auszurichten. Schmerzort und Schmerzursache liegen oft weit auseinander Die Zusammenarbeit und die Erfahrung von Facharzt und Orthopädieschuhtechniker bei Anpassung und Anfertigung gewähren erst den erwünschten, optimalen Therapieeffekt. Durch das tägliche Verwenden der Therapie-Einlagen vollzieht sich ein nachhaltiger Anpassungsvorgang in der Haltemuskulatur, es stellt sich quasi ein Trainingseffekt ein. Sensomotorische Einlagen sind ein aktives, dynamisches Therapieverfahren. Deshalb ist es sehr wichtig, die Position und Höhe der Stimulationselemente, teils mehrfach, an die erreichte muskuläre Situation/Balance und die Veränderungen der Statik anzupassen. Wir sehen obligat zwei Kontrolluntersuchungen und ggf. eine Modifikationen der Einlagen nach 6 und 12 Wochen Tragezeit vor. Bei Kindern verkürzen sich diese Zeiträume. In vielen Fällen ist die gewünschte Anpassung der Muskulatur nachhaltig, der Körper hat zu einer neuen und physiologischen Haltung gefunden, und der Patient damit eine dauerhafte Schmerzfreiheit erreicht. Die Therapie mit Aktiveinlagen kann in der Regel nach 9 bis 18 Monaten beendet werden. Nicht behebbare Strukturstörungen wie z.B. Lähmungen, Beinlängendifferenz oder schwere Arthrosen können auch eine dauerhafte Unterstützung mit Sensomotorischen Einlagen sinnvoll machen. Literatur: In Wikipedia sind die Grundlagen der Methodik und der Wirksamkeit dargestellt Eine umfassende Literatur-Übersicht leistet Hans Garten in seiner Publikation "Praxis der Anwendung Propriozeptiver Einlegesohlen" in: Medical Journal for Applied Kinesiology, April 2012 Website Einlagen Info Website Orthoteam - Merkblatt
Dr. med. Rudolf Müller Dr. med. Andrea Spängler Dr. med. Sabine Born Dr. med. Aline Walter Fürther Freiheit 2a 90762 Fürth Tel. 0911  97 16 00 E-Mail an die Praxis
Gemeinschaftspraxis für Physikalische und Rehabilitative Medizin